Switzerland

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Sehr interessante und Augen öffnende Dokus auf Arte am Themenabend: Lebensmittel. Neben den Tricks der Lebensmittelindustrie, welche die gesetzlichen Richtlinien zur Markierung der Lebensmittelprodukte voll ausschöpfen und uns irre führen, war eine andere Doku, welche meine Frau und mich schokiert und zum sofortigen Schokoladenkauf-Stopp animiert hat (“Schmutzige Schokolade“, vom investigativen Journalisten und Filmemacher Miki Mistrati). Es geht um Kinderarbeit an der Elfenbeinküste mit Kindern aus Mali. Diese Kinder werden als Sklaven gehalten und ausgebeutet, während die Lebensmittelkonzerne das nicht wahrhaben wollen.

Wir kaufen keine Schokolade mehr von Nestlé, Danone und wie sie auch alle heissen. Wir haben uns vorgenommen nur noch fair-trade Produkte zu konsumieren (Claro).

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Die Schweizer Nationalbank will gegen die Frankenstärke vorgehen (NZZ, Tagi). Obwohl so die Gefahr von Massenentlassungen und anderen Massnahmen auf dem Rücken des Arbeiternehmers vermieden werden könnten, bin ich skeptisch ob dies so funktioniert, wie sich die Nationalbank das so erhofft.

Mo Money. Zinsen auf 0. Schwächung des Frankens. Inflation (siehe deren Effekte). Wirtschaftsabschwung? Man schützt die Margen der Exporteure. Hmm….

Vorteile des starken Franken? Ich kann billig in die Ferien. Alles wird billiger, was importiert wird (das inländische Zeugs bleibt gleich). Ich kann mir mehr leisten mit dem Geld… das hilft wohl dem Sparen und dem Konsum oder? [man muss wohl hinzufügen, dass die Importeure gerne die erhöhte Margen mitnehmen ohne sie dem Kunden weiterzugeben].

Tja, müsste wohl so sein, dass die Schweizer Industrie so wichtig ist, dass man für sie vieles opfert.

Trotzdem wette ich, dass schliesslich ein Wirtschaftsmächtiger die Kohle einsackt auf Kosten der Schwachen.

SP LogoNach einem erfolglosen Versuch in den 90ern Jahren der SP beizutreten, vollziehe ich diesen Schritt heute. Der junge, idealistische Sto hatte sich damals etwas mehr vorgestellt als Lokalpolitik beim gemeinsamen Grillieren zu betreiben, und das in einer Stadt, in welcher die SP nur gegen 10% an Stimmen auf sich hält. Doch genau da muss man beginnen und die frohe Botschaft den “Ungläubigen” bringen. Solange die PdA nicht KP heisst und ich nicht opportunistisch bei den Grünen einsteige, wähle ich die Einsiedler Sektion der SP als meinen politischen Heimathafen.

Meine Politik beinhaltet:

  • Kampf gegen das Verständnis der heutige Kapitalismus in der Schweiz sei etwas Gutes
  • Bekämpfung der “unsichtbaren” Armut in der Schweiz
  • Verbesserung der Arbeiterrechte und Arbeitsbedingungen (Mitglied bei der Syndicom)
  • und viele andere Themen

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Sämi geht. Nach acht Jahren im Bundesrat hat der ex-SVP Mann per Ende Jahr den Austritt aus dem Bundesrat bekannt gegeben. Die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP), welche nach dem Absetzen aus den Abtrünnigen der SVP entstanden ist, verliert einen Bundesrat, den die SVP sehr wahrscheinlich neu bekommen könnte. Ich favorisiere zwar die Grünen, doch wird man um den SVP-Koloss nicht vorbeikommen.

Die wegen Oppositionskurs an Gunst in der Bevölkerung kränkelnde SVP hat nun seit fast einem Jahr gegen Widmer-Schlumpf und dann gegen Schmid opponiert, beide aus der Partei ausgeschlossen und nun Sämi durch mediale Angriffe zum Rücktritt gezwungen. Ach ist doch intrigieren schön…

Dabei hat sich die SVP von der offensichtlichsten Seite gezeigt. Fehlt es an materiellen Inhalten, so gibt es genügend formelle, welche man breittreten kann, bis einem die Gallenblase platzt. (Sorry Sämi für diesen Ausdruck, doch konnte es nicht unterdrücken). Nicht dass ich Schmids politischen Ansichten teile, doch muss ich hinter ihm stehen, weil er sich gegen die nicht sympathischen Hardliner der SVP stellte. Schmid ist fehlbar, doch die heuchlerischen Attacken seitens SVP sind mir einiges unheimlicher.

In der heutigen “Finanzkrise”, an der einige Exponate der rechten Parteien, sprich FDP und SVP schuld sind, wird wohl dieses Intrigchen gegen Schmid in der Geschichte untergehen.

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Seit einigen Tagen ist nun die grosse Auseinandersetzung im Gange zwischen der SVP und der frisch gewählten Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf. Es geht ja um die Abwahl des Hardliner-Bundesrats Christoph Blocher, welcher durch seine Parteikollegin Eveline ersetzt wurde. Die SVP meint, dass dies nicht ok sei…

Sto aber meint, dass es ok ist. Der Bundesrat muss eine grazile Zusammensetzung haben, welche zum Regieren fähig sein sollte. Darum wird der Bundesrat auch von der vereinten Bundesversammlung und nicht direkt vom Volk oder gar von den Parteien gewählt.

Dass sie gelogen haben sollte… tja, Bill Clinton hat es auch getan und wurde nicht entmachtet. So ist die Politik halt.

Ich muss aber meiner neuen Lieblingspartei (SVP) gratulieren. Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen und Kosovo nicht anerkennen wollen. DANKE!

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Nun ist es wieder soweit! Alle haben darauf gewartet: Sto, bekannt durch seine messerscharfen Analysen, hat wiederum keine Mühen gescheut und begibt sich in Gefahr. Drei Wochen WK 2007 im Schweizer Militär!
Die unabhängig neutrale Schweiz wird seit dem 11. September 2001 von allen Seiten – gemäss SVP auch von innen her – bedroht. Sto geht auf’s Ganze und begibt sich in gefährlicher Mission um seine ihm auferzwungene Wahlheimat zu schützen. Vor Terror, Horror und alle Mächte welche die Neutralität nur anzweifeln versuchen. Sto wäre nicht Sto, würde er diese Gelegenheit nutzlos verstreichen und sein Feldforschungslabor zu Hause lassen. Vielleicht werden einige denken, dass die im Folgenden festgelegte Fragestellung nichts zur nationalen Sicherheit beitragen dürfte, doch der geneigte Leser sollte die Endresultate abwarten. Die Grundlagenforschung bedarf keines Sinneszwanges. Und in diesem Sinne…

Die Frage
Kann eine Auswahl der Angehörigen der Armee mit einem linear steigendem Pegel an C2H5OH, besser bekannt als Weingeist oder schlicht Ethylalkohol, eine Pokerrunde überstehen und eine, in dieser Auswahl zufällig bestimmte Person, welche die Rolle des Schläfers übernimmt, zu entlarven.

Eine wichtige Anmerkung
Um geheime Fakten nicht bekannt geben zu müssen, werden alle Personen, welche diese Zeilen auf einen Drucker ausdrucken, angehalten, Namen, Orte und die nationale Sicherheit bedrohende Elemente, mit einem schwarzen Stift zu überschreiben.

bald folgt mehr…

Ich habe den Anthrax Angriff auf den Sunrise Tower in Zürich überlebt… oder doch nicht? Heute Morgen ist der Anthrax Alarm auf unserem Stockwerk, während ich meinen Job voller Elan ausgeübt habe, ausgelöst worden. Verdächtiges weisses Pulver wurde in einem Paket gefunden. Falls ich hier nichts mehr schreiben kann und dies mein letzter Eintrag ist, dann wisst ihr, was mit mir passiert ist. Nach der Kontamination hätte ich noch einige Stunden bzw. einige Tage zu leben. Ich will deshalb noch einmal alle grüssen und sagen, dass ihr alle gute Freunde wart. Ich liebe euch alle. Bitte sorgt euch nicht um mich. Entweder bin ich im Himmel und geselle mich zu meinen Ahnen. Ich werde meinen Vater und Grossvater treffen und über euch lachen.

Ich möchte folgendes der Welt hinerlassen. Bitte seid lieb zueinander, make love not war. Allen meinen Söhnen und Töchtern, von denen ich nichts weiss, welche mit 18 mich suchen werden, weil sie herausgefunden haben, wer ihr wirklicher Vater war, möchte ich sagen, dass ich ein guter Vater gewesen wäre, falls ich von eurer Existenz gewusst hätte. Seid ebenfalls lieb zu euren Müttern, denn ich habe sie – wenn auch nur für eine gewisse Zeit – geliebt.

Fängt nicht an zu spielen, denn das Glücksspiel ist böse. Nehmt keine Drogen, denn Drogen sind böse. Ehrt die Umwelt und verdammt die SUVs, denn SUVs sind böse. Gebt den Armen etwas von eurem Überfluss ab und meidet Investitionen in multinationale, kapitalistische Gesellschaften, den solche sind böse. Mit jedem Schluck Wasser, welches ihr zu euch nehmt, bedenkt, dass ein Kind südlicher von euch, ein hundertstel des Wassers hat, jedoch mit Escheria coli und anderen Verunreinigungen gesüsst bekommt.

Meiner Familie möchte ich sagen, dass ich meine umfangreiche Pornosammlung meinem Bruder vermache, den Inhalt des Bankfachs in Einsiedeln meiner Mutter.

An alle meine Feinde, möchte ich sagen, dass ich euch verzeihe. Ihr könnt auf mein Grab, welches in meinem Geburtsort sich befinden wird, spucken und treten. Ich danke euch.

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Wie vielerorts zu lesen war (Tagesschau) passierte bei einer militärischen Übung der Schweizer Armee ein kleines Missgeschick. Sie verloren die Orientierung und marschierten in Liechtenstein ein. Nun haben wir einen weiteren Kanton…

Am 11. März entscheiden wir Schweizer über die Initiative der Einheitskrankenkasse. Statt den 87 Kassen soll es nur noch eine geben. Ausserdem sollen die Prämien einkommensabhängig werden.

Meiner Meinung nach, sind die Teilforderungen schon preiswürdig, zusammengenommen das beste was der Schweiz passieren kann. Wieso?

Die Versicherer machen ein sehr gutes Geschäft damit. Nicht nur, dass sie dazu verpflichtet sind keine Gewinne daraus zu generieren, sondern treiben auch die Prämien der Grundversicherung hoch, damit sie die Kosten ihres Marketings auf die breite Bevölkerung abwälzen können. Was für ein Interesse haben denn die Versicherer daran so etwas zu führen, wenn die Grundversicherung bei allen gleiche Leistungen haben muss? Machen sie das aus Goodwill? Kaum vorstellbar. Nein, sie verdienen kräftig mit. 87 Verwaltungsratsgremien, 87 Geschäftsleitungen… 87 mal x-Leute, welche fette Boni und Bezüge bekommen. Das bezahlen alles wir.

87 Werbeabteilungen werden dadurch finanziert. Man könnte ja sagen, das würden sie für die Zusatzversicherungen tun… So ist es, die Werbung ist für die einträchtigen Zusatzversicherungen gedacht, bezahlt wird sie aber aus den Prämien der Grundversicherung. Denn genau das sind die Verwaltungskosten. Mit einer Einheitskasse wäre das transparenter, weil die Werbung für die Einheitskasse entfällt und der Kostenanteil mal 87 verschwindet. Das drückt die Prämien.

Das Argument der besseren Führbarkeit von kleineren Einheiten, kann nicht angehen. Wie die AHV, könnte so ein Büro, Agentur etc. aussehen. Man geht doch auf der Gemeinde, wenn man Fragen dazu hat. Und nicht etwa in ein – an möglichst prominenter Lage (=teuer) gelegenes – Büro des Versicherers.

Warum wollen der Bundesrat und das Parlament diese Initiative unterstützen? Tja, wieviel von denen sitzen in einem Verwaltungsrat eines Versicherers oder sind direkt abhängig davon? Und dass sind doch alles Superverdiener. Sie müssten dann mehr Prämien bezahlen. Alles kapitalistische Egoisten! Bullshit Mittelstand wird geschwächt… Nur der obere Drittel der Einkommensverteilung müsste mehr bezahlen und das ist gut so… sie haben sowieso zuviel. Und wenn sie das nicht akzeptieren, dann sollen sie doch auswandern und ihr Unternehmen etc. gleich mitnehmen (Ja, LOGO machen sie das. Alle kommen in die Schweiz nur sie werden gehen…).

Und wie steht es mit der Qualität der Medizin? Warum sollte sie den anders als heute werden? Schlimmer als heute kann es ja nicht kommen. Wir haben doch schon längst eine Zweiklassenmedizin. Wer heutzutage nicht privat versichert ist, hat die Arschkarte gezogen.

Ich möchte hier gerne etwas – unter uns – loswerden.

Seit Jahresanfang bin ich auf der Suche nach einem Job, der es mir erlaubt mich in der Schweiz weiter zu integrieren, und als Sohn ehemaliger Immigranten bin ich sogar darauf angewiesen. Die Alternative, nämlich die der Bezichtigung eines sozialschmarotzenden Ausländers, würde ich nur zu ungern auf mich nehemen. Ich bin mir bewusst, dass mein Lebenslauf nicht rosig aussieht, aber muss es denn heutzutage immer so ein rosiger sein. Nachdem ich letzte Woche eine Absage zu einem Job mit der folgenden Bemerkung erhalten habe, bin ich in meiner Annahme bestätigt, dass nur Fachidioten, welche den Chefs nicht gefährlich werden können, akzeptabel sind.

Ich habe Ihre Unterlagen geprüft und muss Ihnen leider mitteilen, dass ich Ihre Bewerbung nicht weiter verfolgen kann. Sie bringen für unseren Kunden einen “zu lebendigen Lebenslauf” mit. Ich bedaure, Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können und wünsche Ihnen bei der Suche nach einer geeigneten Stelle viel Erfolg.

Ich kann es ja zum Teil verstehen, dass die HR’s und die Verantwortlichen in den Stellenvermittlungbüros für etwas flexiblere Persönlichkeiten keine Verwendung finden. Denn wer flexibel ist und eventuell nicht unbedingt eine Musterkarriere hinter sich hat, ist nicht empfänglich für die konservativen Werte, die ein Mitarbeiter so benötigt um ora et labora vorzuleben und möglichts bescheiden die Fliessbandarbeit des täglichen schweizerischen Dienstleistungsbetriebs vorzunehmen.

Neiiiiin. Auf so etwas stehe ich nicht. Eine Tipse ist eine Tipse, ein Anwalt ist ein Anwalt und ich bin ich. Und anscheinend bin ich nicht in der lage die Tipsenarbeit zu erledigen, da mein Lebenslauf zu regelmässig unregelmässig ist.

Ich brauche einen Job um nicht kriminell zu werden. Bin ich denn nicht mit der Endung meines Nachnames dazu prädestiniert?

Dieser Blog ist eine Kopie eines auf Indymedia Schweiz publizierten Textes. Der Link zum Text: http://switzerland.indymedia.org/de/2005/01/29697.shtml. Ebenfalls wurden die Kommentare übernommen.

WEF muss es geben und die Demos dagegen auch. Die Probleme werden leider nicht an der Wurzel gepackt. Ein Essay über die unterschiedlichen Zielsetzungen der “Anti”-Bewegung.

Warum demonstriert man gegen das WEF? Warum hat man gegen den Krieg in Irak demonstriert? Und wann wird man gegen den Krieg in Iran demonstrieren?

Obwohl das World Economic Forum sich nicht meiner Zustimmung rühmen kann, kann ich keine deutlichen Einwände gegen eine solche oder ähnliche Durchführung v. a. in der Schweiz ausmachen. Das Schweizer Gesetz gestattet es. Und die Verfassung und die Gesetze der Schweiz würden einem WSF in der Schweiz das genau gleiche Aufgebot an sogenannten Schutzmechanismen gegen Hab und Gut und gegen öffentliche Ruhestörer aufwenden. Nur zu dumm, dass ein solches Forum nie den grossen Zulauf und Gegenlauf haben wird wie ein WEF. Warum eigentlich? Nun, die WEF ist schon seit über 30 Jahren ein Zufluchtsort für Möchtegern-Weltverbessern, die unter Protektion von gewissen Regierungen, kapitalistischen Gruppierungen und eine grosse Zahl von Lobbyisten stehen. Da nun einige von uns, und da zeige ich unter anderem auf die Leserschaft von Indymedia (Schweiz), unter einer gewissen Abhängigkeit von diesen Gruppierungen stehen, ist die Lage um ein Vielfaches komplizierter. Wer kann schon sagen, dass er nicht in einem gewissen Zusammenhang (schon als Arbeitnehmer) mit einem Multikonzern oder schon einem profitorientierten Unternehmen steht. Und wer kann schon sagen, dass er unabhängig ist? Oder wer kann sagen, dass er sich mit einem Pakistani gleichstellt, der gegen die USA demostriert? Nur allzuwenige. Denn man isst im McDonalds, schuat sich Hollywoodfilme an und ist im Rahmen der (Schweizer) Familie doch ein Bünzli.
Das WEF ist ihre Möglichkeit der Kommunikation, des Networkings und des Geldschefflings. Meine Möglichkeiten bestehen aus Demonstrationen, Meinungsäusserungen (die heute durchaus einfacher von statten gehen durch das Internet) und durch die Missionierung von jungen Kapitalisten hin zu einer umfassenderen Sicht der Welt. Das WEF hat seine Berechtigung für solche Leute die daraus Profit ziehen. Ob es nun Georgien mit seinem neuen Präsident Saakatschwili ist, der neue Finanzierungsmöglichkeiten sucht (abgesehen, ob er von USA finanziert worden ist oder nicht).
Die Demonstrationen haben aber ein umso grosse Berechtigung. Wären die Demonstrationen während der WEF in der Schweiz nicht, würde man kaum Notiz von gegenteiligen Meinungen in der ganzen Welt haben. Man würde Annehmen, dass WEF doch eine Art von gesetzgebender Bedeutung erringt, was überhaupt nicht stimmt und überhaupt nur ein normales Treffen ist. Es wird niemals Frieden zwischen Israel und Palästina an der WEF ausgehandelt werden, weil dort die Wirtschaft und vor allem das Geldscheffling der dortigen Vertreter den Vorrang haben.

Die Demonstrationen gegen das WEF haben ihre Berechtigung in der Meinungsäusserung gegen WEF und deren Prinzipien und Ansichten. Betrachtet man die Zusammensetzung der Demonstranten gegen das WEF, so findet man doch einen grossen Teil davon in der linken politischen Meinung angesiedelt. Das ist auch gut so. Denn obwohl die Linken ab und zu eine Koalition mit der SVP eingehen, wird sich diese nie für eine heile Welt einsetzen, nur stets ihr eigenes Nutzen im Vordergrund stellen. Die FDP zähle ich fast schon zur SVP und die CVP ist mir noch zu schizophrän um überhaupt sich an irgendwelche politischen Meinungen zu beteiligen. Die Linke der Schweiz (verschiedenster Untereinheiten) ist die treibende Kraft.

Was geschah aber während den Demonstrationen gegen den Krieg in Irak? Nicht nur Linke fand man an vorderster Front, sondern auch (verständlicherweise) islamische Gruppierungen und alle USA-feinlichen Gruppierungen. Es waren sogar Rechte dabei, um ihre Unabhängigkeit von der wachsenden Macht der USA im nahen und mittleren Osten zu schützen. Jeder hatte irgendwie andere Gründe über die Demonstrationen gegen einen US-Angriff. Alle meiner Befürchtungen sind nun mehr oder weniger so eingetroffen, wie ich sie damals in verschiedensten Foren prophäzeit habe. Die USA haben keine WMD (Weapons of Mass Destruction) gefunden und sie sind nicht – wie versprochen schon im Herbst 2003 – aus Irak verschwunden. Nein, sie treiben dahin und terrorisieren das irakische Volk, auf der einen oder der anderen Art und Weise.

Die Quintessenz dieser Ausführungen bleibt, dass der Krieg gegen die Yankees und deren Imperialismus bleiben muss. Als Folge davon müssen allen kapitalistischen Machenschaften (v.a. in Afrika und Asien und v.a. auch von den europäischen Imperialisten) bekämpft werden. Die Demonstrationen sollen sich nicht nur gegen eine Party unter sich (WEF) richten, sondern gegen die Probleme an der Wurzel richten. Dies geschah während den Vorbereitungen zum Irak-Krieg. So hoffe ich, bevor der Iran-Krieg ausbricht, dass dieselbe Leidenschaft bei den Demonstrationen aufkommen kann, wie schon zwei Jahre zuvor. Leset doch Che Guevaras Schrifen über die Guerilla, aber indoktriniert nicht den Gewaltsakt, den er vorhatte, sondern seine unverwüstlichen Ansichten über den Imperialismus der Yankees in Südamerika und erweitert ihn auf die ganze Welt gegen die Globalisierung nach dem amerikanischen Muster, ob UBS und CS Milliardengewinne durch diese machen.

Comments

Ja genau, so machen wirs. Du analysiertst, entwirfst strategien und sagst uns was wir tun sollen. Und wir tuns dann.
analysieren, denken, selber AKTIV WERDEN.

autoritärer charakter (26.01.2005 0041)

“WEF muss es geben”? “Wenn es das WEF geben mu”, warum demonstrierst Du denn dagegen – und nicht dafür? Versammlungsfreiheit für die Reichen & Mächtigen?

BRD-Grrr! (26.01.2005 1006)

Zuerst einmal: Danke liebe Schweizerinnen und Schweizer.

Ach, ist es doch schön. Musste ich noch beim Abverdienen des Korporals in der Schweizer Armee noch selbst Lektionen halten. Darf ich sie heute nicht mehr halten. Schön… Ausschlafen, Bücher (viele Bücher), Computer, Internet, Cafeteria, Bier, Wein, Schliwowitz… Die Lektionen halten, jedenfalls bei den Spitalsoldaten in der Rekrutenschule, die Fachlehrerinnen und -lehrer. Was noch in der Armee 95 als Arbeitsvorbereitung bezeichnet wurde (AVOR), und man dabei ziemlich viel Zeit frei bekommen hat, heisst heute in der Armee XXI wahrscheinlich auch weiter so. Jedoch haben sich die Anwendungsmöglichkeiten geändert. Die AVOR ist heute ganztägig. Nach dem Appel muss geschlafen werden, damit man den Kater vom Vortag auskuriert, und man Energie für die folgende Nacht hat. Eigentlich genial… Wenn man ein Unteroffizier in WK ist.

Vom Standpunkt der politischen Interessen sieht das jedoch ganz anders aus. Die Ineffizienz der Armee ist immer noch dieselbe. Würde man ein Unternehmen, nach den Richtlinien der Armee führen, würden bald alle Aktionäre mit leeren Händen bei der Dividendenausschüttung nach Hause gehen. Denn die wissenschaftlich wirtschaftliche Prinzipien der Wirtschaftlichkeit scheinen hier nicht zu funktionieren. Und durchaus gibt es auch Parallelen. Wie in jeder zivilen Organisation müssen Budgets auf den unteren Ebenen erhalten werden, welche die Zukunft der Abteilung der Organisation sichern. Würden Sie ihren Job gefährden, um die Effzienz im Unternehmen zu steigern? Nein. Erst ab einer gewissen Stufe, ab welcher die Sicherheit des Jobs gewahrt ist, kann gespart werden. Denn irgendwo müssen ja auch die Interessen der Aktionäre berücksichtigt werden. Wo sind aber in der Armee die Grenzen? Wie sind die Stufen erkennbar? Und wo sind die Interessen?

Ich denke, dass die Misswirtschaft so gross ist, dass nur eine Privatisierung der Armee diese aufheben kann. Doch dies ist nicht realisierbar. Die Abschaffung der Armee ist die einzig richtige Lösung… Die Armee XXI ist nicht der Weg in die richtige Richtung. Denn nur schon die Planung, Organisation und die Koordination der Einführung ist/war mit gewaltigen Kosten verbunden. Da rücken natürlich die persönlichen (vielfach wirtschaftliche) Interessen der einzelnen Beteiligten in den Vordergrund. Wie ein CEO haben die Generäle in Bern monätere Anreize sich für die Armee auszusprechen. Andere Motivationen können ideologischer Natur sein oder sogar als infantiler Spieltrieb angenommen werden.

Gibt es überhaupt eine Ausschreibung für die vom Militär verwendeten Produkte? Ich war mal auf die Toilette und habe mir die Hände gewaschen, als ich plötzlich ein universelles Reinigungsmittel neben dem Lavabo erblickt habe. Es war ein Produkt einer kleinen Schweizer Firma. Wenn man bedenkt, dass sehr viele von den Kasernen solche Reinigungsmittel brauchen, müsste das ein sichere Einnahmequelle für dieses kleine Schweizer Unternehmen sein. Wie wird man eigentlich ein solcher Lieferant? Und da habe ich meine Befürchtungen, dass solche Produkte auf obskuren Wegen beschafft werden. Ein Oberst kennt einen anderen Oberst, welcher einen guten Freund hat, der solche Produkte vertreibt. Und Bang! Schon hat der liebe Freund seinen neuen BMW, den er mit dem vom Militär subventionierten Benzin betankt. Dafür bekommt der liebe Oberst als Gegenleistung ein Wochenendhaus in den Bergen. Networking, wie man es in der zivilen Welt kennt, bei den Aktiengesellschafetn mit anonymen Investoren, wo der CEO und Verwaltungsrat auf Kosten der Arbeiter die sich gegenseitig Millionen zuschieben. Ein altbewährtes System. Es ist eigentlich wie überall. USA: Republikaner = Öl- und Waffenmultis.

Ich sitze hier in meinem WK und habe die Zeit dieses hier zu schreiben. Auf Kosten der Steuerzahler. Danke liebe Schweizerinnen und Schweizer.

Es wird nie einen grösseren Konsens zwischen den Parteien in der Schweiz geben. Auf dem ersten Blick scheint dieser Satz klar, verständlich und nachvollziehbar zu sein. Betrachtet man die Sache ein wenig genauer, dann unterstützen zahlreiche, manchmal widersprüchliche Argumente diese Aussage. Die Schweiz als Ausdruck von Demokratie und mit einem hervorragenden System zur Kompromissfindung verfehlt leider häufig ihr Ziel, indem die Parteipolitik viele Mitglieder “befleckt”. Dies tritt umso mehr in Erscheinung, je besser ein Bürger den Zugang zu Medien erhält. Die Medienvielfalt ist in den letzten Jahrzehnten markant gestiegen und dadurch auch die Werbewirtschaft. Dies ist insofern gefährlich, da nun Parteien das Marketing und Wählerfang in den Vordergrund stellen und sich verstärkt auf dieses konzentrieren, satt die grundsätzlichen Ziele zu kommunizieren. Natürlich war das früher ähnlich, aber nicht so stark ausgeprägt. Dass jeder Politiker eine Aussage nur machen kann, wenn er vorher mit PR Beratern abgesprochen hat…

Obwohl es immer Unterschiede zwischen den Parteien gegeben hat, erhalten Sie aber heutzutage ein verstärkendes, amerikanisches Element der Simplifizierung und Schauspielerei. Für einen Parteiangehörigen ist es viel wichtiger das Gesicht der Partei zu wahren, als seine eigene – von der Verfassung garantierte – Meinung kundzutun. Dies hat sich im letzten halben Jahr sehr deutlich gezeigt. Vor und nach den Wahlen des Parlaments und des Bundesrates hörte man die peitschenden Werbebotschaften der jeweiligen Parteien, welche monoton dasselbe plapperten. Egal ob links, rechts, Mitte oder sonst was, niemand kann sich von der Partei und damit vielleicht auch von festgefahrenen Ideologien trennen, da dadurch Image- und Vertrauensverlust bei den eigenen Jüngern die Folge sind.

Es müsste mehr Parteilose in der Politik geben, und gemeint sind damit unabhängige, überzeugende, wenig beeinflussbare Menschen, welche nicht gezwungen sind eine Position zu beziehen, statt darauf zu achten, dass bei einer möglichen Änderung des Machtgefüges nicht unterlegen zu sein. Eigentlich herrscht der pure Egoismus unter den Parlamentarier aller Stufen. Man versucht sein bestes für sich selbst herauszuholen und bedient sich halt ab und zu eines Etikettenschwindels, die Ziele und Auswirkungen sind aber für viele klar, aber halt manchmal unaussprechlich. Irgendwie kann man es in den Gesichtern der verschiedenen Politshows im Schweizer Fernsehen betrachten, oder aber Ungereimtheiten bei den Interviews in der Presse herauslesen.

Wenn Parteien einen vermeintlichen Konsens gefunden haben, auch wenn er nur ein kleiner ist, dann ändert dies überhaupt nichts an der Materie. Denn man bedenke, dass der Grundaufbau der Ziele, Wertvorstellungen, Weltanschauungen bei den Linken und den Rechten stark variiert, und sie dadurch keinen Zugang zueinander haben können. Dies möge so gezeigt werden: Die Politiker bedienen sich bei Politik machen am liebsten der gesprochenen Sprache, die schnelllebig ist. Würden sie z. B. wissenschaftliche Methoden anwenden um ihre Thesen und Meinungen auszudrücken, so bin ich überzeugt, würde die Differenz zwischen den Parteien viel geringer ausfallen. Das populistische und demagogische Element würde viel weniger ins Gewicht fallen, was aber dem Egoismus und dem Profilierungswillen der einzelnen Politiker zuwider laufen würde. Manchmal ärgere ich mich so sehr über die Schweizer Politik, dass ich soweit komme, mich der Politik zu verschliessen und einfach zu sagen fuck it! bis die nächste politische Sendung, die nächste Kolumne in der Zeitung oder die Nachrichten zu meinen Sinnen kommen. So ärgere ich mich halt wieder…

Was könnte man daraus lernen: Dass man Machiavelli vielleicht doch noch eine Chance geben sollte…

Meine Kindheit hat mich politisch ziemlich geprägt. Ich lebte in Jugoslawien, welches damals noch SFRJ hiess. Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien. Obwohl ich damals noch zu klein war um mich mit der Politik zu befassen, habe ich dennoch eine ganze Reihe von Eindrücken mitbekommen, welche meine heutige Sichtweise kennzeichnen. Dass man für den Zahnarztbesuch nichts bezahlen musste, hat mich sehr beeindruckt, wie ich erst viel später gemerkt habe, v.a. wenn ich mir Schweden vor meinem geistigen Auge führe. Natürlich ist mir heute bewusst, dass Jugoslawien im Sozialismus weniger erwirtschaftet hatte als es in einer kapitalistischen Form getan hätte, jedoch war Jugoslawien damals wirtschaftlich stark. Stärker als im Vergleich zu heute, nach zehn Jahren Krieg.

Die Schweiz war für mich dagegen das krasse Gegenteil. Diese vollen Regale an Spielzeug, aber auch diese Kälte unter den Menschen… Warum gab es da einen Unterschied. Nun, dies könnte Seiten füllen und es gibt sicherlich wissenschaftliche Abhandlungen über dieses Thema. Aber es gibt keine triviale Antwort daruf. Man könnte sagen, dass die Staatsform eine Rolle gespielt hat, oder aber, dass die Schweiz durch ihre Finanzvorherrschaft auf dem Weltmarkt Vorteile ergattert hat. Dass durch den Wohlstand automatisch eine Art Schutzmechanismus aufgebaut wird, um seinen Reichtum zu beschützen. Ich weiss es nicht. Jedenfalls weiss ich, dass die reine Planwirtschaft, wie auch die reine Marktwirtschaft ins Verderben vieler führen kann. Die beste Lösung ist eine soziale Marktwirtschaft. Diese gibt genügend Anreize für ein gut funktionierendes Wirtschaftssystem, auf der anderen Seite beschützt sie Menschen, die bei der Geburt weniger privilegiert waren. Der Stützfeiler jeder Gesellschaft ist die Bildung. Auch wenn man meinen würde, dass Jugoslawien im Bildungswesen ein Drittweltland ist, war und ist sie das in keinem Fall. Die Bildung wurde, wie in jedem anderen sozialistisch-kommunistischen Land, gross geschrieben. Was ich damit sagen will, ist, dass Bildung an erster Stelle eines Staates stehen sollte. Dies würde automatisch zu einer sozialen Ausgleichung führen. Es gibt aber immer wieder politische Gruppierungen und Lobbies, welche dies verhindern wollen. Denn ausser die, die gewinnen können, gibt es die, die verlieren können. Geld spielt in der Schweiz nun mal eine gewaltige Rolle.

Momentan geschehen Dinge in der Schweiz, welche die Zukunft der Schweiz gefährden könnten. Ich bin überzeugt aber, dass das die Regierung und das Parlament schon irgendwie schaukeln werden. Ich denke nicht, dass es wie in Deutschland zu einer Fastkatastrophe kommen könnte. Durch die Konkordanz hat die Schweiz ein ausgezeichnetes System um wertvernichtende Oppositionspolitik zu verhindern. Bei den letzten Wahlen kam das System stark ins Wanken, jedoch konnte es sich doch noch fangen. Es hängt jetzt alles ab, ob die Regierung das System der Konkordanz auch weiterhin führen wird, oder aber ob sie einen Nährboden für die populistische Wende geben wird. Ein amerikanisches System wäre für die Schweiz katastrophal. Die Schweiz hat sich an die soziale Marktwirtschaft gewöhnt. Bei einem Versuch sie in die absolut kapitalistische Ecke zu drängen, was meistens bei populistisch geprägten Ländern der Fall ist, wären massive Volksunruhen zu erwarten. Ich hoffe, dass das Herr Blocher und Herr Merz zu Herzen nehmen werden, denn am Schluss könnten sie alles verlieren, denn die Schweiz hatte eigentlich noch nie eine Revolution. Ziemlich auffällig!

Ich gehöre keiner politischen Partei an. Ich bin ein sehr sozial eingestellter Mensch und sehe Wahrheit und Transparenz als wichtigstes Kriterium für die Gerechtigkeit. Obwohl ich mich schon ein paar mal als Linker bezeichnet habe, muss ich jetzt diese Begriffsdrängerei abwehren. Denn ich studiere an der Universität St.Gallen, welche ziemlich rechts positioniert ist und bei der Wahl zum Bundesrat von Blocher und Merz sehr wahrscheinlich jubelierte. Politik ist nicht Wissenschaft. Ich finde dies sollte sie aber werden. Das wird aber durch die Parteipolitik und eben den Populismus verhindert. Somit soll man nicht einfach von vornherein alles ablehnen sondern durch multilateralen Dialog lernen.

Ich habe vor einiger Zeit meine Kandidatur für den Schweizer National- und Ständerat für die Wahlen im Jahre 2007 bekanntgegeben. Ich werde als parteiloser im Kanton Schwyz einen Sitz zu gewinnen versuchen. Obwohl ich wenig Chancen habe ins Parlament gewählt zu werden, werde ich es versuchen. Denn ich habe die Motivation dazu, die Parteilosigkeit im Parlament zu stärken. Unabhängigkeit ist in diesem Sinne für die Schweiz sehr wichtig, wurde aber bisher nur wenig praktiziert. 1996 wurde mir und meiner Familie das Schweizer Bürgerrecht zugesprochen und zwar nach zweimaliger Ablehnung durch das Volk, obwohl wir keine Verbrecher sind. Ich hoffe, dass sich der Kanton Schwyz, welcher eigentlich eher rechts wählt, mir eine Chance geben wird. Ich muss vielen Leuten danken, die mir Unterstützung im Wahlkampf zugesagt haben. Falls sich jemand für meine Kandidatur interessieren würde, der möge mich kontaktieren.

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