Ich habe gestern Abend das erste mal Bier getrunken. Ich habe schon viel davon gehört, doch stand das Unverständnis und die Anteilnahme an diesem mir stets im Wege bei der Durchführung eines Feldversuchs. Ich war stets der Ansicht, dass die Wahrung meiner körperlichen Integrität die oberste Maxime im Kampf mit dem Verfall des Seins ist.
Bin ich so viele Jahre lang falsch gelegen? Habe ich in all diesen Jahren etwas verpasst? Jetzt, wo ich das kommende 30. Lebensjahr richtig spüren kann, blicke ich auf die Bilder von diversen Rundfunkausstrahlungen und Reportagen aus namhaften Zeitungen – erstmals mit Verständnis und mir neuer Partizipation – zurück und mit voller Anteilnahme. Als die Beatles von Drogen gesungen haben und Harald Juhnke im steten Entzug dahin vegetierte, ist mir die vollendete Schönheit und Wirkung des altägyptischen Getränks verborgen geblieben.
Im gestrigen Feldversuch war die Versuchsanordung die folgende:
2 Büchsen à 0.5 Liter eines Importbieres mit 5.4% Alkoholgehalt
1 Notebook mit diverser Musik
1 Packung Zigaretten
Ort: meine Wohnung
Durchführung:
- Innerhalb von 30min eine Büchse trinken
- Innerhalb der nächsten 30min die zweite Büchse trinken
- Hintergrund dieses Experiments war voller Musik mit leidlichen und freudigen Liedern
- subjektive Aufzeichnung des Besoffenheitszustands anhand einer einfachen Tabelle
Resultat:
nach zwei Schluck Bier hatte ich eine Halluzination: ich dachte ich bin ein gutaussehender Typ, welchem die Stadt gehört
nach dem ersten Bier: ich habe mit den Liedern aus dem Notebook mitgesungen
nach dem zweiten Bier: 2x Erbrechen und die pure Freude am Vergessen meiner Probleme
1 Stunde nach dem zweiten Bier: eingeschlafen
Conclusion:
Ich war mir nie bewusst, was für Qualen die Leute, welche regelmässig Bier und Alkohol trinken, erleiden müssen. In Zukunft möchte ich mit ihnen leiden.
Zum Schluss bleibt mir noch eine kleine Bemerkung: Don’t try it at home!
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Ich glaube nicht, dass Du zum ersten Mal Bier getrunken hast. Das ist unsinnig. Du phantasierst.
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Du kannst nicht so betrunken gewesen sein! Immerhin beschreibst du ziemlich minutiös den Progress deines Besoffenheitszustandes am vorhergehenden Abend. Oder aber; du hast deine “einfache Tabelle” (subjektive Aufzeichnung)bei der Verfassung deines Textes zur Hilfe genommen und musstest mit Entsetzen feststellen, dass du nun – wie dein Cousin Sasko – nur 2 Büchsen Bier zu trinken benötigst, um in den Rauschzustand zu geraten (hi hi…). Positiv an der ganzen Geschichte: Viel Spass für wenig Geld; insbesondere dann, wenn man einen Tag vor dem Erhalt des hart verdienten Monatsgehaltes steht, von dem – nachdem man sich aus den roten Zahlen gerettet hat – ohnehin nichts übrig bleibt. See you, Sasko
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Du stellst meine Studie in Frage? Kritik ist immer gut. Mittlerweile hat sich auch das Kriterium Menge geändert. Nach einer Woche des täglichen Trainings und Weiterführung der Studie, bin ich auf 3 Büchsen angelangt um in Rauschzustand zu kommen.
Wie war mit den roten Zahlen… wie es kommt, so geht es auch. Doch ich muss mich glücklich schätzen. Könnte ich nicht Gitarre spielen und singen, dann sähe es ziemlich düster aus. In den Einkaufspassagen der Bahnhöfe lässt sich so schnell etwas dazuverdienen.

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