Am 11. März entscheiden wir Schweizer über die Initiative der Einheitskrankenkasse. Statt den 87 Kassen soll es nur noch eine geben. Ausserdem sollen die Prämien einkommensabhängig werden.
Meiner Meinung nach, sind die Teilforderungen schon preiswürdig, zusammengenommen das beste was der Schweiz passieren kann. Wieso?
Die Versicherer machen ein sehr gutes Geschäft damit. Nicht nur, dass sie dazu verpflichtet sind keine Gewinne daraus zu generieren, sondern treiben auch die Prämien der Grundversicherung hoch, damit sie die Kosten ihres Marketings auf die breite Bevölkerung abwälzen können. Was für ein Interesse haben denn die Versicherer daran so etwas zu führen, wenn die Grundversicherung bei allen gleiche Leistungen haben muss? Machen sie das aus Goodwill? Kaum vorstellbar. Nein, sie verdienen kräftig mit. 87 Verwaltungsratsgremien, 87 Geschäftsleitungen… 87 mal x-Leute, welche fette Boni und Bezüge bekommen. Das bezahlen alles wir.
87 Werbeabteilungen werden dadurch finanziert. Man könnte ja sagen, das würden sie für die Zusatzversicherungen tun… So ist es, die Werbung ist für die einträchtigen Zusatzversicherungen gedacht, bezahlt wird sie aber aus den Prämien der Grundversicherung. Denn genau das sind die Verwaltungskosten. Mit einer Einheitskasse wäre das transparenter, weil die Werbung für die Einheitskasse entfällt und der Kostenanteil mal 87 verschwindet. Das drückt die Prämien.
Das Argument der besseren Führbarkeit von kleineren Einheiten, kann nicht angehen. Wie die AHV, könnte so ein Büro, Agentur etc. aussehen. Man geht doch auf der Gemeinde, wenn man Fragen dazu hat. Und nicht etwa in ein – an möglichst prominenter Lage (=teuer) gelegenes – Büro des Versicherers.
Warum wollen der Bundesrat und das Parlament diese Initiative unterstützen? Tja, wieviel von denen sitzen in einem Verwaltungsrat eines Versicherers oder sind direkt abhängig davon? Und dass sind doch alles Superverdiener. Sie müssten dann mehr Prämien bezahlen. Alles kapitalistische Egoisten! Bullshit Mittelstand wird geschwächt… Nur der obere Drittel der Einkommensverteilung müsste mehr bezahlen und das ist gut so… sie haben sowieso zuviel. Und wenn sie das nicht akzeptieren, dann sollen sie doch auswandern und ihr Unternehmen etc. gleich mitnehmen (Ja, LOGO machen sie das. Alle kommen in die Schweiz nur sie werden gehen…).
Und wie steht es mit der Qualität der Medizin? Warum sollte sie den anders als heute werden? Schlimmer als heute kann es ja nicht kommen. Wir haben doch schon längst eine Zweiklassenmedizin. Wer heutzutage nicht privat versichert ist, hat die Arschkarte gezogen.

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